Klauspeter Bungert

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Klauspeter Bungert

 

Klauspeter Bungert spielt César Franck Januar 2012

 

Verfasser von Theaterstücken, Erzählungen, Essays, Gedichten.

Veröffentlichungen zu Conrad Ferdinand Meyer und César Franck.

Pianist, Organist.

Veröffentlichungen bei 28 Eichen, Barnstorf:

Interview. Erzählung (2015)

Dramen 1 bis 4 (2015).

Bühnenrechte beim Cantus-Theaterverlag, Eschach, seit 2010.

Gastautor in der Reihe "Buch und Hörbuch" des Schweizer Sinus-Verlags.

Herausgeber der ersten Audioausgabe Gesammelte Werke von Conrad Ferdinand Meyer.

Uraufführung der Klaviertranskription des Streichquartetts von César Franck 2011.

Als CD-Einspielung 2015.

 

Wikipedia-Eintrag

 

AKTUELLES

Liebe Teilnehmer unserer ersten Gesprächsrunden über Conrad Ferdinand Meyers Novelle Die Hochzeit des Mönchs, liebe Interessierte, die noch dazustoßen möchten,

wir setzen fort am Montag, dem 6. Februar, von 18 bis 19.30, maximal 20.00 Uhr, bei uns in der Römerstraße.

Es konnte anhand der Novelle, die 1884 veröffentlicht wurde, mehrfach auf ein Hauptmerkmal von Meyers Denken und Schaffen zurückverwiesen werden: sein sauberes Herausarbeiten von Gegensätzen zwischen etwas, das er einmal den sittlichen Streit zwischen zwei höchsten Pflichten nannte, zugleich: zwischen zwei höchsten Werten, Zielen, Idealen.

Er lehrt etwas, das im persönlichen Leben wie in der großen Politik so dringend wichtig ist: Widersprüche auszuhalten, konstruktiv damit umzugehen und nicht wie so oft parteiisch, Zusammenhänge leugnend, gar pauschal diffamierend sich über den anderen zu erheben.

Ein ehemaliger Kleriker im Mittelalter gelangt auf Umwegen an die Frau seiner Träume und verbringt mit ihr eine gemeinsame Nacht. Das „gesunde Volksempfinden” opponiert gegen den Verstoß gegen eherne Normen. Am Ende sind die beiden tot. Im Antagonismus von Individualismus und Orientierung siegt die Orientierung.

Eine Warnung mit hohem sozialem Sprengstoff! Niemals darf es soweit kommen, daß Menschen aufgrund ihrer Besonderheit auf der Strecke bleiben. Andererseits fordert die Majorität ein Anrecht darauf, mit ihren Ansichten und Verhaltensweisen in den Gesetzen und Sitten gespiegelt zu werden. Meyer gibt zu diesem Doppelthema bedeutende Hinweise auch in Das Amulett (veröffentlicht 1872): wie böses Blut entsteht, wenn eine Minderheit die Mehrheit nach ihrem Gusto zu erziehen versucht oder mit ihrem Verhalten eine ständige Kritik an deren Verhalten verkörpert. Auch hier das Resultat: sinnloses Blutvergießen.

Großes, heute wie damals brennendes Thema, poetisch noch einmal ins Extreme gesteigert.

Einstieg und Mitdiskutieren sind generell auch möglich, wenn man erst bei einer Folgesitzung dazustößt, wichtig ist aber, daß man den Text gelesen hat. Er ist nicht besonders lang, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit. Er läßt sich online kostenlos herunterladen (ich schicke auch gern eine Doc-Datei), findet sich in Ausgaben, die man bei schmalem Portemonnaie zum Teil für ein paar Cent gebraucht bekommt, als neues oder antiquarisches Reclam-Heft, leihweise in beiden Trierer Stadtbibliotheken, in unterschiedlichen Werkausgaben oder auf der Hörbuch-Kassette mit 5 MP3-CDs, die ich vor einigen Jahren produzierte. (Audio-Meyer nach der historisch-kritischen Werkausgabe: siehe Rubrik auf dieser Website.)

Ideal für unsere Runde sind vier bis (maximal) acht Teilnehmer. Soweit Interesse, aber noch keine Anmeldung vorliegt (Teilnahme kostenlos), bitten wir um Bescheid in den nächsten Tagen.

 

Klauspeter Bungert

Römerstr. 24; D - 54 294 Trier; Tel. +49-651-76993

klauspeter.bungert@gmx.de

 

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